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Von der klassischen zur risikobasierten Hochrechnung

Klassische Beispielrechnungen arbeiten häufig mit festen Renditesätzen, etwa 3 %, 6 % und 9 % p.a. Das ist einfach, verständlich und schnell vergleichbar. Gleichzeitig hat diese Darstellung ein zentrales Problem: Sie sagt wenig darüber aus, welches Risiko (und auch welche Chance) tatsächlich hinter der jeweiligen Kapitalanlage steht.

Ein defensives Portfolio und ein aktienlastiges Portfolio können in einer solchen Hochrechnung identisch aussehen, obwohl sie fachlich völlig unterschiedliche Risikoprofile haben. Volatilität, Korrelationen, Laufzeit und das aktuelle Zinsniveau bleiben praktisch unsichtbar.

Die risikobasierte Hochrechnung nach der Methodik des Schweizerischen Versicherungsverbandes SVV setzt genau hier an. Sie leitet günstige, mittlere und ungünstige Szenarien aus der konkreten Asset-Allocation, den Rendite- und Volatilitätsannahmen der Assetklassen, deren Korrelationen, der Laufzeit und dem risikofreien Zins ab.

Damit wird Risiko sichtbarer. Aber auch diese Methodik ist keine Glaskugel. Sie bleibt eine Modellrechnung mit Annahmen, Vereinfachungen und konstanten Renditen je Szenario. Sie zeigt keine Prognose, keine Garantie und keinen realistischen Kapitalmarktpfad.

Das folgende Tool illustriert den Unterschied: klassische Hochrechnung mit 3 / 6 / 9 % versus risikobasierte Hochrechnung nach SVV-Methodik bei identischem Beitrag, identischer Laufzeit und frei wählbarer Asset-Allocation.


SVV-Szenarien · Parameter ab 1.1.2026

Klassische Hochrechnung vs. risikobasierte Hochrechnung

Feste Renditesätze von 3 %, 6 % und 9 % p.a. im Vergleich zu den drei risikobasierten Szenarien nach der Methodik des Schweizerischen Versicherungsverbandes SVV.

Grundannahmen

Beitragsart
Einmalbeitrag50.000 CHF
Laufzeit25 Jahre

Asset-Allocation der Kapitalanlage

Aktien100 %
Anleihen in CHF0 %
Anleihen in Fremdwährung0 %
Immobilien0 %
Geldmarkt0 %

Geldmarkt ist die Residualgrösse und ergänzt die übrigen vier Assetklassen automatisch auf 100 %. Um eine Assetklasse zu erhöhen, muss zuvor eine andere reduziert werden.

Vergleich der Guthabenentwicklung

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Methodik, Annahmen und Vereinfachungen sind im Tab Informationen beschrieben, die rechtlichen Hinweise im Tab Disclaimer.

Worum es geht

Diese Anwendung vergleicht zwei Arten der Hochrechnung:

  • eine klassische Beispielrechnung mit festen Renditesätzen von 3 %, 6 % und 9 % p.a.
  • eine risikobasierte Hochrechnung nach der Methodik des Schweizerischen Versicherungsverbandes SVV.

Der zentrale Unterschied: Bei der klassischen Hochrechnung mit 3/6/9 % ist die Rendite unabhängig von der Kapitalanlage. Bei der SVV-Methodik werden Asset-Allocation, erwartete Renditen, Volatilitäten, Korrelationen, Laufzeit und risikofreier Zins berücksichtigt.

Die alte Welt

Die klassische Darstellung arbeitet mit drei festen Renditesätzen. Zwei Kapitalanlagen mit völlig unterschiedlichem Risiko können dadurch im Ergebnis identisch aussehen. Das Risiko der Anlage wird in dieser Darstellung nicht sichtbar.

Die neue Welt

Die SVV-Methodik leitet die Szenarien aus der konkreten Kapitalanlage ab. Ein aktienlastiges Portfolio führt deshalb zu anderen Szenarien als ein geldmarktnahes Portfolio. Das macht Risiko sichtbarer. Die Szenarien bleiben aber dennoch nur Modellrechnungen.

Was die Zahlen nicht sind

Die dargestellten Werte sind keine Prognose, keine Garantie und keine Wahrscheinlichkeitsaussage über ein Produkt. Die Kurven zeigen auch keinen realistischen Kapitalmarktpfad. Sie unterstellen je Szenario eine konstante Rendite über die gesamte Laufzeit. Ungünstiges und günstiges Szenario spannen keinen Korridor auf, innerhalb dessen das Ergebnis liegen müsste. Sie sind zwei Punkte einer Verteilung, die nach unten wie nach oben offen bleibt.

Vereinfachungen

Fondsgebühren bleiben in beiden Welten unberücksichtigt. Abschluss- und Verwaltungskosten, Risikoprämien und Steuern fehlen aus einem anderen Grund: Die Anwendung modelliert kein konkretes Produkt, sondern allein die Kapitalanlage. Modelliert wird ein einzelnes Fondsportfolio mit konstanter Asset-Allocation. Verwendet werden die Parameter des SVV-Prüfungsberichts 2025, gültig ab 1.1.2026. Der SVV überprüft seine Annahmen jährlich. Sämtliche Annahmen beziehen sich damit auf den Schweizer Markt. Der risikofreie Zins stammt aus der Zinskurve für Anleihen der Eidgenossenschaft, die Rendite- und Volatilitätsannahmen aus Schweizer Referenzindizes. Die Beträge werden deshalb auch in CHF ausgewiesen. Auf ein anderes Zinsniveau lassen sich die Ergebnisse daher nicht ohne Weiteres übertragen: Der risikofreie Zins geht direkt in das ungünstige Szenario ein. Läge er bei 2,5 % statt bei rund 0,5 %, fiele das ungünstige Szenario im reinen Aktienfall über 25 Jahre nicht negativ, sondern leicht positiv aus.

Zweck der Anwendung

Diese Anwendung dient ausschliesslich der Information und Veranschaulichung methodischer Zusammenhänge. Sie ist keine individualisierte Beispielrechnung, keine Offerte, kein Antrag und keine Empfehlung.

Keine Beratung

Die Anwendung stellt keine Anlageberatung, Versicherungsvermittlung, Steuerberatung oder Rechtsberatung dar. Persönliche Verhältnisse, Ziele, Kenntnisse, Risikofähigkeit und steuerliche Situation werden nicht berücksichtigt.

Keine Garantie oder Prognose

Die dargestellten Werte beruhen auf Annahmen und vereinfachten Modellrechnungen. Sie sind nicht garantiert und stellen keine Prognose für ein konkretes Produkt dar. Aus der Anwendung lassen sich keine Ansprüche oder vertraglichen Verpflichtungen zu einem Produkt ableiten.

Nicht berücksichtigte Faktoren

Nicht berücksichtigt werden insbesondere Fondsgebühren, Abschluss- und Verwaltungskosten, Risikoprämien, Steuern. Ergebnisse konkreter, aktueller Offerten von Versicherungsgesellschaften weichen deshalb ab.

Quellen

Die Berechnungsmethodik orientiert sich am Regelwerk zur Erstellung von Beispielrechnungen für anteilgebundene Produkte in der Lebensversicherung sowie am Prüfungsbericht 2025 des Schweizerischen Versicherungsverbandes SVV. Die vorliegende Anwendung ist nicht vom SVV geprüft, autorisiert oder herausgegeben.

Haftung

Die Inhalte wurden mit Sorgfalt erstellt. Für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität wird keine Gewähr übernommen. Die Nutzung erfolgt auf eigene Verantwortung; eine Haftung für Schäden aus der Nutzung der Anwendung ist im gesetzlich zulässigen Rahmen ausgeschlossen.

Anbieter

New Insurance Business GmbH, St.Gallen, Schweiz.

Stand: August 2026.


Das zugrunde liegende Regelwerk des Schweizerischen Versicherungsverbandes SVV kann hier in seiner aktuellen Version abgerufen werden:
Beispielrechnungen für Lebensversicherungen