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Embedded Unsinn?!

Embedded Unsinn? Embedded Insurance klingt nach Zukunft. Vielleicht ist es das sogar. Ja, vermutlich. Was praktisch alle Lebensversicherer derzeit daraus machen? Eher nichts.

Faktor Mindset:
«Wir verkaufen nur über XYZ. Punkt.». Schliesst jetzt Embedded Insurance nicht unbedingt aus!

Faktor Technologie:
«Machen wir alles selbst. Können wir.». NICHT!

Faktor Strukturen und Entscheidungen:
«Für den Start von ersten Überlegungen braucht es sechs Unterschriften, einen Vorstandsbeschluss, eine Studie, eine Machbarkeitsanalyse und ein Strategiepapier einer Top-Beratung.». Die nächste Opportunität kommt bestimmt!

Faktor Produkt:
«Wir haben doch schon ein Produkt! Das können wir dafür doch nehmen!». NICHT!

Faktor Business Case:
«Das Projekt lohnt sich für uns nicht!». Klar, wenn man von den üblichen Produktentwicklungsprojekten und «do-it-all-yourself» ausgeht!

Ergebnis: Embedded Insurance ist daher heute oft nur…
– eine schöne Folie im Strategiepapier
– ein Buzzword auf Konferenzen
– ein «Proof of Concept», der nie Tageslicht sehen wird
– eine nette Idee, die sich aber nicht lohnt weiterzuverfolgen

Dabei ist das Potenzial riesig – wenn man sich nur mal wirklich darauf einlassen könnte. Und vorher natürlich die Hausaufgaben im eigenen Haus macht. Die man «ohnehin eigentlich mal machen müsste».

Denn: Embedded Insurance ist Ultra-Zukunft. Aber viele Unternehmen stecken noch in der Vergangenheit. Oder anders gesagt: Bevor ich auf Mars-Mission gehe, sollte ich erst einmal das Rad erfinden.

Wir sind Fan von Embedded Insurance. Aber so, wie es heute läuft, ist es vor allem eins: «Embedded Wunschtraum».